Im Rahmen des Nawi-Unterrichts haben sich die Klassen 7a und 7b mit dem Thema „Fast Fashion“ beschäftigt und eine Poster-Ausstellung gestaltet. Weshalb das Thema relevant ist, beantworten Patrizia Spitz, Georg Blüm und Hannah Hölscher in ihrem Beitrag:

Heutzutage dreht sich alles nur noch um Trends, die auf verschiedenen Social-Media-Plattformen erscheinen, z. B. um die sogenannte Fast Fashion.

Doch wie gut ist diese Fast Fashion überhaupt? Viele Menschen kaufen ihre Kleidung bei Shein oder anderen Billig-Anbietern, da sie dort günstiger ist als in anderen Modegeschäften. Hinter der Produktion bei Shein steht jedoch oft Kinderarbeit. Genau diese Kinder würden sich wünschen, dass sie zur Schule gehen könnten! Im Gegensatz dazu wollen viele Kinder, denen es hier gut geht und die jede Möglichkeit zur Bildung haben, genau das oft nicht.

Viele Leute spenden die Kleidung, die ihnen nicht mehr passt. Oft landet diese in Altkleider-Containern, z. B. für die Krebshilfe oder das Rote Kreuz. Diese Organisationen können die noch guten Kleider z. B. an Second-Hand-Läden verkaufen und auch Kleider an bedürftige Menschen in Deutschland und der Welt abgeben. Da jedoch immer mehr Kleidung billig aus Synthetikfasern produziert ist und schnell kaputtgeht, überwiegt der „Kleidungsmüll“. Die „unbenutzbaren“ Kleider werden als Altkleider in ärmere Länder verschifft, dort als unbenutzbar aussortiert, landen in der Kanalisation und im Meer, wo sie an Stränden angespült werden und langsam zu Mikroplastik zerrieben werden.

Da durch ständig neue Trends so viel Kleidung hergestellt wird, landet die Kleidung irgendwann an Stränden, in Wüsten und Müllhalden des „globalen Südens“. Ein Teil unserer Altkleidung wird auch in osteuropäische Länder, wie z. B. Bulgarien, transportiert, wo sie eigentlich wieder getragen oder wenigstens zu Lappen recycelt werden soll. Weil Brennholz teuer ist, wird Kleidung manchmal sogar von ärmeren Familien als Brennmaterial benutzt. Dabei entstehen giftige Gase, die die Lunge reizen und die Umwelt verschmutzen.

  • Achtet beim Kauf eurer Kleidung auf die Herkunft und informiert euch über die Produktionsbedingungen, damit Kinderarbeit gestoppt wird.
  • Kauft eure Kleidung lieber in Second-Hand-Läden und kauft nur das, was ihr wirklich braucht.
  • Gebt nicht mehr passende Kleidung an Familienangehörige oder Freunde weiter.

(Patrizia Spitz, Georg Blüm, Hannah Hölscher)