Bei der Kollegiumsverabschiedung im Innenhof des Otto-Hahn-Gymnasiums überreichte Schulleiter Andreas Doll vier Kolleginnen und Kollegen, die zusammen 100 Jahre am OHG unterrichtet hatten, die Urkunden zum Eintritt in den Ruhestand.

Dr. Erich Schunk, der die Fächer ev. Religion und Geschichte unterrichtete, kam 2002 ans OHG und faszinierte nicht nur die Schülerinnen und Schüler mit seinem anspruchsvollen Unterricht, sondern er vertrat auch sehr kenntnisreich die Belange des Kollegiums als Personalratsvorsitzender in seiner ruhigen und sachlichen Art, die stets von einem Schmunzeln begleitet war.

Ulrike Mergenthaler unterrichtete seit 1994 die Fächer Biologie und Erdkunde am OHG. Ihr Fach- und Allgemeinwissen beeindruckte die Schülerschaft und die Canapés-AG, die sie ins Leben gerufen hatte und die beim Abiball und diversen Festlichkeiten wundervolle „Häppchen“ herstellte – mittlerweile sind die Rezepte sogar als kleines „Kochbuch“ veröffentlicht –, bleibt immer mit ihrem Namen verbunden. Mit ihrer herzlichen, aber auch direkten Art geht sie als Unikat in die OHG-Geschichte ein.

Ernst Wahl war noch ein Jahr länger am OHG, seit 2000 in der Funktion als Orientierungsstufen- und die letzten Jahre als Mittelstufenleiter. Neben seinen Fächern Englisch und Erdkunde war er auch für den bilingualen Zweig verantwortlich, in dem die gemeinschaftskundlichen Fächer zunächst teilweise und später komplett auf Englisch unterrichtet werden. Der Ausbau dieses Zweigs ist sein Verdienst. Außerdem betreute er jahrelang den USA-Austausch und sehr erfolgreich das Planspiel Börse.

Karin Karrer komplettiert das Quartett und die 100 Jahre mit 29 Dienstjahren am OHG. Sie unterrichtete die Fächer Mathematik und Chemie und entwickelte durch ihre Chemie-AG den Forschergeist der jungen Schülerinnen und Schüler, die später bei Schüler experimentieren und Jugend forscht viele Preise gewannen. Außerdem betreute sie auch in Mathematik über viele Jahre einen Wettbewerb, bei dem begeisterte Mathematiker gefordert und gefördert wurden.

Alle vier „Musketiere“, wie sie im Abschiedslied mit Abstand besungen wurden, erhielten für ihre großen Verdienste die bronzene OHG-Plakette, die vor vielen Jahrzehnten vom damaligen Kunstlehrer Wilhelm Degen geschaffen worden war.