Die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen besuchten zusammen mit ihren Klassenleiterteams ein Theaterstück, das sexuellen Missbrauch zum Thema hatte und von der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung unter Trägerschaft des Bistums Speyer organisiert wurde.

Vier Schicksale wurden von den Darsteller*innen thematisiert: Paula hat noch nie mit Zunge geküsst, ihre beste Freundin aber schon. Und die will jetzt, dass Paula genau das auch tut. Aber will Paula denn überhaupt? Vladimir liebt seine Oma sehr. Aber dass sie ihm komische Spitznamen gibt und ihn immer so „abschlabbert“ zur Begrüßung, das kann er echt nicht leiden. Alina ist genau wie ihre ganze Familie großer Fan ihres künftigen Schwagers Dennis. Aber das wird nicht so bleiben. Und Luca möchte plötzlich nicht mehr ins Schwimmtraining gehen …

Die Schüler*innen wurden ins Spiel einbezogen und halfen beispielsweise Vladimir dabei, einen Brief an seine Oma zu formulieren, in dem er ihr sagt, dass er das mit den Küssen einfach nicht mehr möchte. Sie erfuhren zudem, dass Kinder Rechte haben und dass das Recht auf körperliche Unversehrtheit dazugehört. Dass sie „Nein“ sagen können. Dass es Geheimnisse gibt, die man nicht für sich behalten muss, sondern dass man da etwas tun kann. Dass die Erwachsenen die Täter sind und Kinder keine Schuld an dem tragen, was ihnen angetan wird.

Auch nach dem Theaterstück bestand für die Kinder die Möglichkeit, sich im Gespräch u. a. mit dem Kinderschutzdienst Landau weiter zu informieren.

Jede*r Schüler*in kann sich jederzeit – auch anonym – an den Kinderschutzbund Landau/SÜW (06341/141414) wenden oder die „Nummer gegen Kummer“ (116111) anrufen.