Am 15.09.2019 warteten alle deutschen Austauschpartner und Lehrer auf die Ankunft der polnischen Schüler und der Lehrerin. Um 07:30 kam dann die erhoffte Nachricht, dass sie in einer Stunde da sein würden. Anschließend fand das große Wiedersehen statt und wir waren alle froh, uns wiederzusehen. Nun wurden die müden Polen alle erstmal in die Gastfamilien gebracht, wo sie die Möglichkeit hatten, sich auszuruhen. Den restlichen Sonntag konnten wir intern frei gestalten.

Am Montag trafen wir uns um 9 Uhr in der Schule, um dann gemeinsam das Stadtmuseum zu besuchen. Da die Polen Landau natürlich etwas besser kennenlernen sollten, haben wir zusammen mit unserem/-r Austauschpartner/-in eine Stadtrallye durchgeführt, die auch teilweise für die Deutschen eine Herausforderung war.

Nachdem wir das Ergebnis der Stadtrallye bei den Lehrern abgegeben hatten, hatten wir frei und durften den Tag nach unseren Wünschen verbringen.

Am Dienstag fuhren wir um 08:30 mit dem Bus nach Heidelberg. Dort benutzten wir die Bergbahn, um zu dem höher gelegten Schloss zu gelangen. Nachdem wir uns den Schlossgarten angeschaut hatten und ein vergessenes Handy wieder aufgefunden war, wurde uns mit einer interessanten Führung die Geschichte des Schlosses und auch die von Heidelberg nähergebracht. Anschließend hatten wir Freizeit und verbrachten einen schönen Tag mit unseren Austauschpartnern. Da dies ein langer Tag war, schliefen einige von uns auf der Rückfahrt ein.

Am Mittwoch stand dann die Fahrt mit der Draisinenbahn an. Nach der Einweisung konnten wir es kaum erwarten, von der Theorie in die Praxis überzugehen. Nach etwa 1 ½ Stunden erreichten wir die Endstation, wo wir uns ausruhen und etwas essen konnten. Als zum Glück alle wieder heil in Landau ankamen, verbrachten wir die Zeit größtenteils zuhause, bevor wir einen lustigen und schönen Grillabend bei Felix verbringen durften.

Am Donnerstag arbeiteten wir zunächst an unseren Projekten, die von Persönlichkeiten mit Bezug zu Polen und Deutschland handelten.

Danach war der Plan der Lehrer eine Wanderung auf den Trifels zu machen, die jedoch schneller endete als geplant. Also konnten wir die verbliebene Zeit in Annweiler verwenden, um in ein Café zu gehen oder die Einkaufsmöglichkeiten wahrzunehmen. Trotz des missglückten Wanderungsversuchs hatten wir einen lustigen Tag und waren sehr müde, als wir zuhause ankamen.

Am Freitag, dem letzten Tag vor der Abreise, stellten wir, sofern sie noch nicht beendet waren, die Projektarbeiten fertig, nachdem wir in den ersten beiden Stunden den Unterricht besucht hatten. Um ca. 12 Uhr hatten wir dann Mittagspause und einige von uns sahen diese als Chance an, an dem weltweiten Klimastreik teilzunehmen.

Der letzte Abend wurde mit der Präsentation der Projekte gestaltet. Abgerundet wurde dieser mit einem gemeinsamen Essen, der somit leider das letzte Beisammensein ankündigte.

Am Samstag, dem 21.09., war der Tag der Abreise gekommen. Schon um 08:30 trafen wir uns am OHG, da die Abfahrt bereits um 9 Uhr erfolgen sollte. Schweren Herzens verabschiedeten wir uns voneinander und auch der Abschied von den restlichen Familienangehörigen fiel einigen Polen nicht einfach. Als sich die polnischen Austauschpartner/-innen und die Lehrerin in den Bus begeben hatten und losfuhren, winkten wir ihnen noch lange hinterher.

Insgesamt war der Polen- sowie der Polen-Rückaustausch eine wunderschöne Zeit, die wir alle nicht missen wollen. Neben der Tatsache, dass wir viel über die Beziehung von Polen und Deutschland erfahren haben, haben einige von uns Freundschaften geschlossen, die hoffentlich noch lange andauern werden.

Annika Reinhardt