Mein Kanada-Austausch war eine sehr schöne und ereignisreiche Zeit für mich. Vor meinem Flug war ich ein bisschen nervös, was sich jedoch schnell änderte, als ich die anderen Deutschen traf. Sie waren wirklich nett und ich fühlte mich schnell wohl und war beruhigt zu wissen, dass ich nicht der Einzige war, auf den neue Herausforderungen warteten. Es stellte sich schnell heraus, dass ich einen sehr geeigneten Partner bekam, mit dem ich viele Interessen teilte und vom ersten Tag an viel Zeit verbrachte. Wir spielten in derselben Fußballmannschaft – immer wenn ich Innenverteidiger spielte, hatte er als Torwart ein ruhiges Spiel. Auch außerhalb des Platzes spielten wir regelmäßig das Duell Deutschland – Kanada auf seiner Playstation.

Zu den Highlights meines Trips zählten Vancouver zu besuchen und dort ein Canadian-Football-Spiel zu schauen, sowie nach Jasper zu fahren, um den Nationalpark zu besichtigen. Auf diesen Ausflügen habe ich auch mehrere Schwarzbären, Elche und Adler gesehen.

In meiner Stadt, Prince George, ging ich auf die College Heights Secondary School. Meine Fächer waren Foods and Nutrition, English, Spanish und Social Studies. Erstaunlicherweise war Foods als vermeintlich einfaches Fach mein schlechtestes. Während der Mittagspause ging ich so gut wie jeden Tag mit meinen Freunden zu nahegelegenen Läden zum Mittagessen.

Nach der Schule ging ich entweder zum Fußball- oder Football-Training. Ich kam sehr gut in den Teams zurecht und lief auch in beiden Sportarten für die CHSS Cougars bei Spielen auf. Positiv überrascht hat mich die allgegenwärtige Höflichkeit der Kanadier, ich hatte nie das Gefühl mich mit jemandem nicht zu verstehen. Alle waren sehr offen und zuvorkommend. Da nicht allzu viele
Menschen in Prince George leben, kannte man sich nach kurzer Zeit. Gewöhnungsbedürftig war anfangs das Wetter. Nach wenigen Wochen sanken die Temperaturen auf den Gefrierpunkt, obwohl es September war. Glücklicherweise härtete man sich schnell ab. Abgesehen vom Wetter gab es jedoch nichts, worüber man sich hätte beklagen können. Die 10 Wochen vergingen wie im Flug und der Abschied fiel nicht nur mir schwer.

Ich bin mehr als zufrieden, wie die Dinge gelaufen sind, und will mich bei allen bedanken, die dazu beigetragen haben. Ich habe in relativ kurzer Zeit viele Erfahrungen gemacht, auf die ich zurückschauen kann und kann es kaum erwarten, die Kanadier in Deutschland zu empfangen.

Phillip Maier, 10c

 

Ankunft in British Columbia nach 20 Stunden Reisezeit. Familienfoto in Jasper mit Familie Wilson:
Cheryl, Gary und Owain.
Mount Robson, der höchste Berg in British Columbia.
Der Fraser River fließt von den Rocky Mountains nach Vancouver (5 Grad). Auf dem Columbia Icefield. Blick auf den Mount Robson.
Das Footballteam der College Heights Secondary School (CHSS) … … und das Soccerteam. Defensive Backs nach dem Sieg gegen Salmon Arm.
Rowdy Cat: Zu Besuch beim lokalen Eishockeyteam. Halloween: „Trick or Treat“ Unsere Austausch-Gruppe.