23.09.2017 – Festhalle Landau

Otto Hahns Stimme erklingt aus den Lautsprechern und er hält seine kurze Ansprache an die Gemeinschaft des Otto-Hahn-Gymnasiums, das am 23.09.1967 seinen Namen bekommen hat.

Nach einem Begrüßungsstück durch LJO-Brass, die noch später ihr ganzes Können zeigten, waren das Tondokument und die Ausschnitte aus dem Film von 1967 ein sehr bewegender Moment der Jubiläumsfeier.

Schulleiter Andreas Doll betonte in seiner Begrüßung die Freude über die vielen Gäste in der vollen Festhalle und den Wunsch Otto Hahns nach der Freude über die Entwicklung der Forschung und erweiterte diese Freude um das Weiterentwickeln der Person und der Persönlichkeit. Oberbürgermeister Thomas Hirsch beglückwünschte das OHG zu seinem Jubiläum und erläuterte die Bedeutung der Schulen für die Stadt, indem er auf die Investitionen des Schulträgers in Schulen und die Problematik des neuen Sporthallenbaus einging. Das „Geburtstagsgeschenk“, ein Scheck über 500 € der Sparkassen-Stiftung, überreichte er mit dem Hinweis, dass die Schülerinnen und Schüler über die Verwendung bestimmen sollten.

Nach der Begrüßung durch das charmante Moderatorenpaar Johanna Kehrt (MSS 13) und Prof. Peter Leiner, ehemaliger OHGler, lieferten die fünf jungen Männer von LJO-Brass – darunter die beiden Ex-OHGler Konstantin Hartwig und Johannes Leiner – ein Meisterstück der Blechbläserkunst ab. „Von Bach bis Beatles“ hieß das kurze Programm und es zeigte deutlich, warum die fünf Künstler das Dieter-Kissel-Förderstipendium 2017 aus den Händen des Stiftungsvorsitzenden Helmut Braun erhielten. Der Saxophonist Julius Gawlik - Abiturient am OHG im Jahr 2017 – bekam ebenfalls ein Förderstipendium der Kissel-Stiftung überreicht.

Mit einem musikalischen „Dankeschön für die Blumen“ verabschiedete sich das Blechbläser-Quintett.

Den Festvortrag der Jubiläumsfeier hielt Prof. Dr. Joachim Wambsganß – Abiturient 1980 am OHG –, der in seinem sehr kurzweiligen Vortrag „Vom OHG ins Universum und zurück“ zum einen seine Forschungstätigkeit als Direktor der astronomischen Abteilung an der Uni Heidelberg dem Publikum wunderbar veranschaulichte, zum anderen seinen Weg als Wissenschaftler nachzeichnete, der ihn an viele Orte und Universitäten gebracht hatte.

Sein Forschungsschwerpunkt, das Auffinden von Planeten, die sich um Sterne bewegen, gipfelte darin, dass Oberbürgermeister Hirsch zwei Urkunden über die Zwergplaneten Landaupfalz und Nussdorf überreicht bekam.

Julius Gawlik setzte mit seinem Saxophon, begleitet von Paul Janoschka am Klavier, mit dem Stück „Skylark“ von Hoagy Carmichael ein weiteres Glanzlicht der Veranstaltung.

Die Zeitspanne von 50 Jahren Otto-Hahn-Gymnasium wurde in Videoclips verdeutlicht, bei denen Abiturienten der Jahre 1967/1977/1987/1997/2007/2017 zu Wort kamen und die gleichen Fragen aus ihrer Sicht beantworteten. Das Verhältnis zu den Mädchen war bei den ältesten Interviewpartnern schnell beantwortet, da sie mit einem Lächeln verkündeten, dass es keine Mädchen bei ihnen gab. Aber auch die Frage nach dem Verhältnis zu den Lehrern zeigte, wie sehr sich die Pädagogik und damit auch die Schule gewandelt haben.

Im letzten Teil der Veranstaltung zeigte sich das aktuelle Schulleben mit Aufführungen des Kurses Darstellendes Spiel der MSS 12, die Otto Hahn im Unterricht erscheinen ließen, und dem Orchester und der Bigband, die zusammen ein Medley aus Fluch der Karibik spielten.

Den Abschluss bildeten die Green Vocals, die Blue Voices und ein Eltern- und Lehrerchor, die in unterschiedlicher Besetzung Lieder aus den fünf Jahrzehnten darboten, die von „Hit the Road Jack“ bis zu Nenas „Wunder gescheh’n“ reichten.

Mit dem passenden Titel „Lieblingsmensch“ endete die sehr schöne und kurzweilige Jubiläumsfeier des Otto-Hahn-Gymnasiums in der Festhalle.

Der Kreis der Freunde lud anschließend zu einem Sektempfang mit leckeren Canapés der schuleigenen Arbeitsgemeinschaft im Foyer ein. Gleichzeitig konnte man noch Ergebnisse der Projektwoche zum Thema 50 Jahre Otto-Hahn-Gymnasium betrachten und ein Leporello zu den vergangenen 50 Jahren der Schulgeschichte studieren.

Viele Gespräche und Erinnerungen an gemeinsame Zeiten ließen den Abend ausklingen und zeigten nachdrücklich, dass das Otto-Hahn-Gymnasium eine sehr lebendige Schulgemeinschaft darstellt.