Schulprogramm PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail

Qualitätsprogramm des Otto-Hahn-Gymnasiums


Das Leitbild geht aus von den fachlich-inhaltlichen und pädagogischen Schwerpunkten der Schule. Schulisches Leben entwickelt sich sowohl von der „Sache“ her als auch von den Personen und deren Umgang miteinander. Die Inhalte des Schulprofils basieren auf Beschlüssen der Gesamtkonferenzen der vergangenen Jahre.

Im Rahmen einer Leitbildformulierung ergibt sich folgende Gliederung:

I. Schulprofil

II. Pädagogische Prinzipien und Umgangsformen

III. Schulqualitätsprogramm


I. Schulprofil


  1. Das Otto-Hahn-Gymnasium versteht sich traditionell und auch aktuell als Gymnasium mit
    mathematisch-naturwissenschaftlichem Schwerpunkt.

    Konkret wird dies deutlich

    • in einer deutlichen Stärkung der naturwissenschaftlichen Grundbildung durch die Einführung des 3-stündigen Faches Naturwissenschaft in den Klassen 5 bis 7,

    • durch eine intensive informationstechnische Grundbildung, die sich über ITG, ECDL und Wahlfach Informatik zum für 2017 geplanten LK Informatik erstreckt,

    • durch die besonders ausgeprägte Förderung von speziellen naturwissenschaftlichen Projekten und eine sehr rege Teilnahme an den verschiedenen naturwissenschaftlichen Wettbewerben (z. B. Jugend forscht, Mathematik ohne Grenzen, Mathematikolympiade, BLK-Projekt u. ä. m.).

  2. Das Sprachenprofil sieht den Einstieg mit Englisch als erster Fremdsprache für alle Schülerinnen und Schüler vor. Ab Klasse 6 setzt die 2. Fremdsprache (Französisch oder Latein) vorgezogen ein.

    Mit Latein als 2. Fremdsprache können die Schüler mit Abschluss der 10. Klasse das Latinum erwerben.

    Ab der 11. Jahrgangsstufe besteht die Möglichkeit, eine neu einsetzende Fremdsprache zu belegen.
    Unabhängig davon kann wie bisher eine fakultative Fremdsprache ab Klasse 9 gewählt werden, die in der MSS als Grundfach belegt werden kann (zzt. Latein, Französisch, Spanisch oder Russisch).

    Nach einer Einführungsphase in der Orientierungsstufe wird in der 7. Jahrgangsstufe ein bilingualer Zug eingerichtet (Fach: Englisch), der die Sprachkompetenz um einiges erweitert und somit die Voraussetzung für die Fachsprache der Naturwissenschaften schafft.

  3. Schon lange bemüht sich das Otto-Hahn-Gymnasium um eine stärkere Einbindung ökonomischer Inhalte und Fragestellungen in den Unterricht und das schulische Leben. Die vielfältigen Anstrengungen in diesem Bereich lassen sich unter der Schwerpunktbezeichnung „Schule und Wirtschaft“ zusammenfassen.
    In den Fächern Geschichte, Sozialkunde und Erdkunde wurden diesbezüglich die Lehrplaninhalte wirtschaftsorientiert abgestimmt.
    Seit Jahren erarbeiten zwei Schülerfirmen („K-Team“ im Kioskbereich, „Spind4you“ im Spindvermietungsbereich) sehr erfolgreich und Schüler lernen so hautnah ökonomische Dinge.

  4. Den Schülern wird im musischen Bereich ein breites Spektrum an Gestaltungsmöglichkeiten geboten. Die Kooperation mit anderen Fachbereichen wird in Projekten verwirklicht.

  5. Das Otto-Hahn-Gymnasium ist eine ökologische Schule. Wir bemühen uns insbesondere um einen verantwortlichen Umgang mit Energieressourcen. So ist es z. B. der Verdienst des OHG, dass sich die Stadt Landau verstärkt für die Nutzung der Sonnenenergie einsetzt (150-kW-Programm) und einen Energieeinsparungsvertrag für die Schulen anbietet. Neben der Gestaltung des Arbeitsalltags in der Schule (Gebäude, Arbeitsmaterialien, Energieeinsparung, Nutzung moderner Technologien) bemüht sich die Schulgemeinschaft um die Integration ökologischer Themenstellungen in den Unterricht.

  6. Darüber hinaus zeichnet sich das Otto-Hahn-Gymnasium durch eine große Vielfalt an unterrichtlichen (z. B. Leistungskurse in Sport und den musischen Fächern) und weitergehenden Angeboten aus, die das Schulleben positiv ergänzen.
    Neben den regelmäßig stattfindenden Schulgottesdiensten (Schuljahresanfang und -abschluss, Weihnachten, Abitur) können hier beispielsweise die Musik- und Lichtnacht, Schulkonzerte, Theateraufführungen, der OHG-Lauf sowie zahlreiche Arbeitsgemeinschaften in allen Bereichen angeführt werden. Des Weiteren finden zahlreiche Austauschprogramme statt. Die Berufswahlvorbereitung stellt mit den beiden Praktika in der 9. Klasse (einwöchiges Sozialpraktikum) und MSS 11 (zweiwöchiges Betriebspraktikum) und weitergehenden Veranstaltungen (Studieninformation, Bewerbertraining, Schnupperstudium, …) einen wichtigen Zweig in der Vorbereitung auf das spätere Berufsleben dar. Auf Bereiche wie Verkehrserziehung sowie Gewalt- und Drogenprävention wird großen Wert gelegt.



II. Pädagogische Prinzipien und Umgangsformen


  1. Das Otto-Hahn-Gymnasium versteht sich als Schule im Kontext der regionalen und rheinland-pfälzischen Schullandschaft. Die hier formulierten Prinzipien sollen dazu beitragen, die Schülerinnen und Schüler auf die ständig wachsenden Anforderungen in der Gesellschaft vorzubereiten und gleichzeitig den Erfahrungsraum Schule als Ort des gemeinsamen Lernens und Lebens menschlich wertvoll gestalten zu können.

  2. Im täglichen Umgang begegnen sich alle an der Schule Beteiligten mit Respekt. Gegenseitige Wertschätzung, Toleranz, Bereitschaft zu freundlichem Umgang und gewaltfreie Konfliktlösung sollen selbstverständlich sein. Es ist wichtig, dass alle sich bemühen, entstehende Konflikte rechtzeitig zu erkennen und zu vermeiden bzw. offen und fair zu lösen.

  3. Im Zentrum aller Bemühungen steht der Unterricht, denn er bildet den Kern der schulischen Aktivitäten. Unterricht ist angeleitetes und gleichzeitig selbstständiges Lernen. Lehrer und Schüler sind produktiv am Unterricht beteiligt.

  4. Auch außerschulische Lernorte und außerschulische Lernpartner sind – unter Berücksichtigung der angestrebten Ziele des OHGs – wichtig.
    Exkursionen sollen aus dem Unterrichtsgeschehen erwachsen, vor- und nachbereitet werden und besitzen einen Schwerpunkt im MINT-Bereich (z. B. Eifelexkursion in MSS 13). Vertreter verschiedener Arbeitsbereiche können in die Schule eingeladen werden. In diesem Bereich können sich auch Eltern immer wieder produktiv einschalten und einen inhaltlichen Beitrag leisten.

  5. Schwerpunkte, die sich die Schule gesetzt hat (Schulprofil), müssen mit Hilfe möglichst vieler verschiedener Unterrichtsfächer und aller Kolleginnen bzw. Kollegen, den Schülern und auch durch Unterstützung der Eltern, umgesetzt werden.

  6. Die Fachschaften kooperieren organisatorisch, aber auch inhaltlich. Wo es sinnvoll ist, werden gemeinsame Standards in Bezug auf Inhalte, Methoden und Bewertungen abgesprochen. Weiterbildungen werden durch die Fachstudientage im Kollegium kommuniziert und in den Protokollen verschriftlicht.

  7. Die gesetzten Ziele und Standards werden regemäßig auf allen Ebenen evaluiert. Die Schulgemeinschaft entwickelt diesbezüglich geeignete Verfahren bzw. bemüht sich um externe Evaluation.

  8. Die Schule bemüht sich um den sinnvollen Einbezug neuer Unterrichtsformen und -methoden. Die Schulgemeinschaft legt Wert darauf, dass das unterrichtliche Geschehen auf dem aktuellen Kenntnisstand pädagogischer Forschung und Wissensvermittlung aufbaut.
    Das in den Klassen 5–10 eingeführte Methodencurriculum ermöglicht eine ausgeprägte Methodenkenntnis und trägt zur transparenten Struktur der erlernten Methoden wesentlich bei (siehe hier).

  9. Am OHG wird Wert gelegt auf die Nutzung aktueller Medien (z. B. 30 Smartboards) und Techniken im und für den Unterricht.
    Die moderne und funktionsfähige Einrichtung der Schulbibliothek ermöglicht den Zugang zu Informationen für unterrichtliche wie für andere schulische Zwecke.

  10. Alle Gruppen der Schulgemeinschaft arbeiten regelmäßig zusammen. Im Rahmen ihrer Kompetenzen bemühen sie sich ständig um die Verbesserung der Qualität unserer Schule.

  11. Die Lehrer sehen die Eltern auch in dem Sinne als Partner, dass sie ihren Kindern die Notwendigkeit eines leistungsorientierten Schulbesuchs und eines offenen und fairen Umgangs miteinander immer wieder deutlich machen.

  12. Alles, was die Schule darüber hinaus als „Lebensgemeinschaft“, als Kommunikationsort betrifft, leitet sich aus dem Primärbericht des „guten Unterrichts“ ab und ist erwünscht. Die Schule auch als Ort zum Wohlfühlen ist als Leitidee eines Schulkonzepts anzustreben.



III. Schulqualitätsprogramm


Das Otto-Hahn-Gymnasium will dem bisher schon erreichten Standard auch in Zukunft gerecht werden und strebt eine ständige Verbesserung der Qualität auf allen Ebenen des Schullebens an.
Das bisher Erreichte wird ständig überprüft und das Qualitätsprogramm wird ständig erweitert.

In einem ersten Schritt sind folgende Schwerpunktbereiche vorgesehen:


  1. Kooperation im Kollegium
  2. Ökologische Schule
  3. Ökonomische Bildung
  4. Praktika
  5. Aktivitäten im MINT-Bereich
    1. Chemie
    2. Naturwissenschaften
  6. Erkennen von Leistungs- und Verhaltensproblemen
  7. Fachübergreifende Methodenpflege
  8. Bildende Kunst
  9. Studienfahrten (Jahrgangsstufe 12) – sonstige Veranstaltungen
  10. Eifel-Exkursion
  11. Auslandskontakte
  12. Spielhof
  13. Verkehrserziehung
  14. OHG-Forum


  1. Kooperation im Kollegium
  2. Von grundlegender Bedeutung sind folgende Punkte:

    1. Jede Lehrkraft bemüht sich um freundlichen und kooperativen Umgang miteinander.

    2. Die Schulleitung bemüht sich, präsent zu sein. Das Kollegium bemüht sich um die Einhaltung beschlossener Maßnahmen. Der Personalrat sammelt fehlerhafte Prozesse der Kommunikation und Information.

    Darüber hinaus sollen folgende Einzelmaßnahmen zur Unterstützung der Kooperation durchgeführt werden:

    1. Ende des Schuljahres wird ein verbindlicher Terminplan für das kommende Schuljahr herausgegeben und im Elternbrief veröffentlicht.

    2. Das Handbuch bietet eine zuverlässige Informationsbasis für neue Lehrerinnen und Lehrer.

    3. Das veröffentlichte Organigramm macht Zuständigkeiten transparent.

    4. Die Schlagwortsuche im Intranet erleichtert den Informationsfluss.

    5. Zur Verbesserung der Kooperation innerhalb eines Fachbereichs soll die Möglichkeit der schulinternen Fortbildung intensiver genutzt werden.

    6. Stellvertretende Klassenleiter fühlen sich für die Klassen mitverantwortlich, sind bei Klassenleiterstunden oder Wandertagen etc. anwesend.

    7. Mentoren führen neue Kollegen zu Beginn ihrer Tätigkeit ein.


  3. Ökologische Schule
  4. Vorbemerkungen

    (Auszüge aus „Natur- und Umwelterziehung am OHG Landau“, Konzeption für die Arbeit an unserer Schule, verabschiedet durch die Gesamtkonferenz)

    Seit 1998 ist das OHG anerkannte Modellschule für ökologische Erziehung.
    Wir verstehen diesen „Titel“ als Arbeitsauftrag im Sinne einer fächerübergreifenden Natur- und Umwelterziehung.

    Der Begriff „Ökologische Schule“ stellt damit eine Zielprojektion dar, die in vielfältigen und intensiven Bemühungen um eine Ökologisierung des Schulbetriebs und der Unterrichtsgestaltung ihre praktische Umsetzung erfahren soll.

    Schulische Bildungs- und Erziehungsarbeit soll sich damit inhaltlich an dem in der Agenda 21 (Erklärung von Rio) zentral hervorgehobenen Begriff der „Nachhaltigkeit“ orientieren und dabei den Versuch unternehmen, den häufig zu beobachtenden Widerspruch zwischen Theorie (Unterricht) und Praxis (Schulleben) zu überwinden.

    Diese Bemühungen sind gekennzeichnet durch

    • die Einbeziehung aller am Schulleben beteiligten Personengruppen,
    • einen fächerübergreifenden Ansatz und
    • den Prozessgedanken („Schritt für Schritt“).


    Ökologische Schule im Schulalltag

    Folgende Maßnahmen wurden von der Gesamtkonferenz beschlossen:

    • Papierabfall
    • Für den Papierabfall ist jede Klasse selbst verantwortlich. Der anfallende Papiermüll wird in einem Müllsack im Klassenraum gesammelt. Bei Bedarf wird der Müllsack ausgetauscht. SchülerInnen und Klassenleiter/Klassenleiterin einigen sich auf eine praktikable Regelung (z. B. Wochendienst). Der Klassenleiter bzw. die Klassenleiterin kontrolliert die Einhaltung dieser Regelung.

    • Wertstoffe
    • Wertstoffe werden in den dafür vorgesehenen Müllsäcken auf den Fluren getrennt gesammelt.

    • Altbatterien
    • Altbatterien werden in grünen Sammelbehältern im Treppenhaus gesammelt.

    • Druckerpatronen
    • Leere Druckerpatronen werden in einem Sammelbehälter im Treppenhaus gesammelt.

    • Energie sparen
    • Zu Beginn des Unterrichts achten Fachlehrer und Fachlehrerinnen zusammen mit den Schülerinnen und Schülern auf folgende Punkte:

      • Stoßlüften, dann Fenster wieder schließen
      • Kann die Raumbeleuchtung ausgeschaltet werden?

      Am Ende des Unterrichts achten FachlehrerInnen und SchülerInnen auf die Punkte:

      • Sind die Fenster geschlossen?
      • Ist das Licht angeschaltet?
      • Stehen die Heizthermostate auf Stufe 3?


    • Schultasche (Arbeitsmaterial, Pausenbrot)
    • Eltern, Lehrer und Schüler achten auf die Verwendung entsprechender Arbeitsmaterialien: Recycling-Papier (ohne Chlorbleichung), Federhalter mit Nachfüllsystem, Klebstoffe ohne organische Lösungsmittel etc.

      Eltern und Schüler achten darauf, dass Pausenbrote in Aufbewahrungsdosen und Getränke in wiederbefüllbaren Trinkflaschen in die Schule mitgebracht werden.

    • Kiosk
    • Das K-Team achtet bei der Zusammenstellung des Angebotes auf gesunde Ernährung und die Vermeidung unnötigen Abfalls.


    Ökologische Schule im Unterricht

    Der Einsatz moderner Technologien (Solarkollektoren, Photovoltaikanlage, Sonnenkocher etc.) bei der Energienutzung schafft die Voraussetzungen für eine intensive Auseinandersetzung mit der Problematik und fördert möglicherweise die Motivation bei Schülern, Eltern und Lehrern, auch im privaten Bereich umzudenken.

    Thematische Exkursionen (z. B. Gewässerökologie in Jahrgangsstufe 13), Unterrichtsprojekte (z. B. Wasser im Biosphärenreservat), Projekttage (z. B. Ökologie und Ökonomie), Arbeitsgemeinschaften und Schullandheimaufenthalte (z. B. Natursportarten) vertiefen die im Unterricht gewonnenen Erkenntnisse.


  5. Ökonomische Bildung
    1. Ziele
      • Der mündige Wirtschaftsbürger
      • Vermittlung fachlicher Kompetenzen
      • Fähigkeit, das Erlernte in übergeordnete Sachverhalte zu integrieren, sich mit ökonomischen Fragen selbstständig zu beschäftigen und sich kritisch mit den unterschiedlichen Positionen auseinanderzusetzen
      • Förderung von Entscheidungsfähigkeit, eigenverantwortlichem und selbstständigem Handeln
      • Förderung der Kommunikations- und Teamfähigkeit
      • Förderung des Verständnisses für unternehmerisches Denken und Handeln


    2. Umsetzung
    3. Das Ziel, die ökonomische Bildung aller Schülerinnen und Schüler zu stärken, schien außerhalb des Unterrichts kaum möglich. Deshalb sollte die ökonomische Bildung in den Unterricht integriert werden.

      • Der Unterricht wird jährlich mit allen Klassen durchgeführt, damit auch Schülerinnen und Schüler, die mit dem Sekundarabschluss I die Schule verlassen, von den Inhalten für ihren eigenen Berufsweg profitieren können.
      • Die Inhalte werden in die genannten sozialwissenschaftlichen Fächer integriert und zeitlich abgestimmt.
      • Der eigentliche Unterricht zum Bereich Ökonomische Bildung wird von einem Experten durchgeführt, der über Erfahrungen an der Berufsakademie Karlsruhe und in der Betreuung von Existenzgründern verfügt.
      • Das Betriebspraktikum wird integriert und eine Präsentation dazu durchgeführt.
      • Andere Firmen werden zu weiteren Aspekten, wie zum Beispiel Bewerbertraining, hinzugezogen.


    4. Konkretisierung
    5. Jahrgangsstufe 10

      Das Thema Wirtschaft wird aus unterschiedlichen Sichtweisen in den Fächern Geschichte, Sozialkunde und Erdkunde behandelt.


      Oberstufe

      In der Oberstufe lassen sich die beschriebenen Inhalte wegen des komplexen Kurssystems nicht wie in den 10. Klassen in den Unterricht integrieren. Dort werden deshalb Experten aus der Wirtschaft direkt in die Kurse geholt, um die jeweils vom Fachlehrer gewünschten Themen zu behandeln. Als Partner konnten hier besonders die BASF und DaimlerChrysler gewonnen werden. Leitende Angestellte gestalten Unterrichtseinheiten zu Themen wie Globalisierung, Mitbestimmung, Standortfaktoren, aber auch Themen im naturwissenschaftlichen Bereich oder Hilfen bei „Jugend forscht“ werden angeboten.


    6. Weiterführung
    7. Die Gründung einer Schülerfirma ist ein erster Erfolg auf dem Wege, Schülerinnen und Schüler für wirtschaftliche Themen/wirtschaftliches Denken zu begeistern. Dabei wurde der Kioskbetrieb in ein Schülerunternehmen umfunktioniert. Der Kiosk bietet einen überschaubaren Rahmen für ein Wirtschaftsexperiment in der Schule. Mit der K-Team-AG entstand eine kleine Aktiengesellschaft, an der sich Schüler, Lehrer und Schulangestellte als Aktionäre beteiligen können. Dabei finden „wie im wirklichen Leben“ auch Aktionärsversammlungen statt, in denen die Politik des Unternehmens festgelegt wird. Einmal im Jahr wird der Jahresabschluss mit dem zuständigen Finanzamt durchgesprochen.


  6. Praktika
  7. Sozialpraktikum

    In der 9. Klasse wird ein einwöchiges Sozialpraktikum durchgeführt. Es dient dazu, die Schülerinnen und Schüler für soziale Dinge zu sensibilisieren und Bereiche kennen zu lernen, die sie normalerweise nicht erleben (Altersheim, Südpfalzwerkstätten, integrativer Kindergarten, Pflegeheim, Sozialdienste, …).


    Betriebspraktikum

    In der Jahrgangsstufe 11 wird ein zweiwöchiges Betriebspraktikum durchgeführt. Es findet in der letzten Januar- und ersten Februarwoche statt.
    Schülerinnen und Schüler sollen hier Arbeitswelten kennen lernen und Berufe – MINT-Berufe als Schwerpunkt – in der Praxis erleben.
    Die Präsentation des Betriebspraktikums erfolgt in der Woche nach dem Praktikum und richtet sich an die gesamte Schulgemeinschaft. Für die 10. Klassen ist der Besuch verpflichtend.


  8. Aktivitäten im MINT-Bereich
    1. Chemie
      • Neben jährlichen Leistungskursen mit Absolventen, die oft das Fach Chemie als Studienfach wählen,
      • neben der Betreuung zahlreicher BLL-Arbeiten durch die Kollegen der Fachschaft Chemie,
      • neben Präsentationen (Schauversuche, Vorstellung der Fachschaft) am Tag der offenen Tür des OHGs,
      • neben Kooperationen mit Chemiefirmen (z. B. BASF) und diesbezüglichen Exkursionen und Einladungen von Experten in die Schule,
      • neben einer gut ausgestatteten und wohl strukturierten Sammlung, in der auch zahlreiche nichtchemische (z. B. biologische) Aktionen ihre Durchführung erfahren,
      • neben der Mitarbeit an der Gestaltung der Inhalte des Faches Naturwissenschaft in Klasse 7,
        sind drei Schwerpunkte besonders hervorzuheben:

      1. Chemie-AG für die fünften Klassen
      2. „Schüler experimentieren“-AG für die Klassen 6 bis 10 mit zahlreichen Preisträgern
      3. „Jugend forscht“-Projekte, ebenfalls mit Preisträgern bei Regional-, Landes- und Bundeswettbewerben


    2. Naturwissenschaften
    3. Die sehr positiven Erfahrungen mit dem neuen Konzept „PING“ und die Organisationsform führten dazu, dass das OHG Landau als eine der ersten zusätzlichen Schulen ihr Interesse an der Einrichtung des Faches Naturwissenschaft bekundete.

      Im Gegensatz zum reinen PING-Modell, das Themenbereiche wie „Ich und das Wasser“, „Ich und die Tiere“, „Ich und Maschinen“ … vorsieht, orientiert sich das OHG-spezifische Modell stärker an der inneren Logik der Naturwissenschaften, da unseres Erachtens nach der Unterricht in NW auch eine Hinführung und Vorbereitung für den späteren naturwissenschaftlichen Unterricht darstellen muss.

      Der höhere Zeitansatz ermöglicht

      • schnell ein besseres Kennenlernen von Lehrenden und Lernenden und reduziert dadurch sicherlich die Probleme der Schüler beim Übergang von der Grundschule mit einer Bezugsperson auf das Gymnasium.
      • sehr gut den Einsatz aller „modernen“ pädagogischen Methoden (Offener Unterricht, Freiarbeit, Gruppenarbeit, Projekte) ohne die starken zeitlichen Einschränkungen eines einstündigen Faches.
      • zusammen mit dem reduzierten Notendruck (es gibt nur eine Zeugnisnote für NW, keine getrennten Noten für Biologie und PH/CH) und der fehlenden Knebelung durch einen engen Lehrplan viel mehr Freiräume, um auf spezielle Interessen und Probleme der Schüler einzugehen.
      • eine stärkere Förderung der immer wichtiger werdenden Kompetenzen wie Teamfähigkeit oder soziale Kompetenz.
      • zusammen mit der veränderten Konzeption eine stärkere Hinführung zum vernetzten Denken.

      Dieser sehr positive erste Schritt in die richtige Richtung hin zu einer unabdingbar notwendigen umfassenden naturwissenschaftlichen Bildung, führte im Rahmen des mathematisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunktes zum Antrag auf Veränderung der Stundentafel dahingehend, dass seit dem Schuljahr 2004/05 das Fach Naturwissenschaft auch in der Jahrgangsstufe 7 weitergeführt wird.


  9. Informatik
  10. In den letzten Jahren hat die Informatik im täglichen Leben eine immer größere Bedeutung eingenommen, während Schülerinnen und Schüler sich in der Schule meist nicht im erforderlichen Maße mit der Informatik auseinandersetzen. Zwar hat sich an den meisten Schulen das Fach „Informationstechnische Grundlagen“ (kurz: ITG) bereits etabliert, jedoch bietet dieses den Schülerinnen und Schülern noch nicht alle verfügbaren Förderungsmöglichkeiten. Das Otto-Hahn-Gymnasium möchte dem entgegenwirken und als Schule mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt das Angebot an informationstechnischer Bildung weiter ausbauen. Diesem Zweck dienen die in diesem Entwicklungsplan festgehaltenen Maßnahmen:

    • Schülerförderung ab dem ersten Tag
    • Aufbau eines Leistungskurses in Informatik
    • Zusätzliche Förderung von Mädchen in der Informatik


    Schülerförderung ab dem ersten Tag

    Die frühe Förderung der Schülerinnen und Schüler ist ein sehr zentraler Baustein, da die Informatik in den Stundenplänen des Landes Rheinland-Pfalz erst ab der Klassenstufe neun vorgesehen ist. Die Interessensbildung der Schülerinnen und Schüler beginnt jedoch bereits früher und bedarf somit auch einer frühen Förderung. Aus diesem Grund hat sich das Otto-Hahn-Gymnasium dazu entschlossen eine Robotik-AG aufzubauen, welche allen Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse einen praxisorientierten Einstieg in die Informatik bietet. Durch den Einsatz von LEGO-Mindstorm-Robotern wird den Schülerinnen und Schülern ein spielerischer und handlungsorientierter Einstieg geboten, welcher durch die einfache Programmierbarkeit mit Hilfe einer grafischen Benutzeroberfläche abgerundet wird. Durch die freie Konstruierbarkeit fördern die Roboter auch das räumliche Vorstellungsvermögen der Schülerinnen und Schüler. Verschiedene Roboterwettbewerbe geben den Schülerinnen und Schülern einen weiteren Anreiz sich mit den Robotern intensiv auseinanderzusetzen. Die Möglichkeit für alle Schülerinnen und Schüler an der Robotik-AG teilzunehmen, hat auch einen sozialen Aspekt. Erfahrene Schülerinnen und Schüler sollen hierbei die neuen AG-Teilnehmer einweisen und unterstützen, sodass die Schülerinnen und Schüler ein kooperatives und eigenständiges Arbeiten ohne zentrales Eingreifen eines Lehrers erfahren.

    Auch sollen durch die AG weitere informationstechnische Interessen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterstützt und gefördert werden, denn die Schülerinnen und Schüler erhalten durch diese AG einen Einblick in weitere Themengebiete der Informatik und Elektrotechnik. Dabei entdecken die Schülerinnen und Schüler oft eigenständig interessante Projektideen, an denen sie vertieft forschen können. In diesem Zusammenhang soll eine Teilnahme an dem Wettbewerb „Jugend forscht“ gefördert werden.

    Die Robotik-AG ist somit ein zentraler Bestandteil für Förderung der Informatik. Aus diesem Grund muss ein zentrales Ziel dieser AG auch ein kontinuierliches Einführen neuer AG-Teilnehmer sein, sodass über Jahre ein gutes Arbeiten und Fördern der Schülerinnen und Schüler gewährleistet ist.


    Aufbau eines Leistungskurses

    Mit einem Leistungskurs Informatik möchte das Otto-Hahn-Gymnasium der Bedeutung von Informationsverarbeitung gerecht werden und seinen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten, ihre Interessen diesbezüglich weiter zu vertiefen. Dies erleichtert den Schülerinnen und Schülern vor allem den Übergang in ein informationstechnisches Studium. Des Weiteren ist eine Verknüpfung der Informatik mit weiteren Naturwissenschaften erwünscht. So sollen die Schülerinnen und Schüler ermutigt werden, ihre in der Informatik erlernten Fähigkeiten auch in Wettbewerben wie „Jugend forscht“ einzusetzen und diese mit anderen Fächern wie Physik oder Chemie zu verknüpfen. Auch in der Informatik selbst sollen durch den Leistungskurs weitere Projekte entstehen. Bereits in der Vergangenheit haben Schülerinnen und Schüler verschiedene Projekte wie die „Stabilisierung eines Quadrocopters“ oder die „Digitale Ansteuerung einer Modelleisenbahn“ durchgeführt und bei Wettbewerben präsentiert. Solche Projekte sollen mit Hilfe des Leistungskurses weiter gefördert werden.

    Mit dem Wahlfach Informatik ab der neunten Klassenstufe hat das Otto-Hahn-Gymnasium bereits die Grundlagen für die Einführung eines Leistungskurses gelegt.


    Förderung von Mädchen in der Informatik

    Der Frauenanteil in der Informatik ist sehr gering. Auch im schulischen Bereich trauen sich die Schülerinnen oftmals nicht, sich mit der Informatik auseinanderzusetzen.

    In Kooperation mit dem „Ada-Lovelace-Projekt“ (kurz: ALP) der TU Kaiserslautern möchte das Otto-Hahn-Gymnasium gezielt Schülerinnen für Informatik und Naturwissenschaften begeistern. Die Schülerinnen der achten Klasse nehmen zu Beginn eines Schuljahres an einem ausschließlich für Mädchen entwickelten Training teil. Studentinnen mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt führen mit den Schülerinnen verschiedene Projekte mit informationstechnischem und physikalischem Schwerpunkt durch. Im Anschluss an das Seminar können die Schülerinnen an einer von den Studentinnen betreuten AG teilnehmen, welche ihnen die Möglichkeit geben soll, ihre Fähigkeiten weiter auszubauen.




  11. Erkennen von Leistungs- und Verhaltensproblemen
  12. Die zwei pädagogischen Konferenzen (November, April) tragen dazu bei, frühzeitig Leistungs- und Verhaltensprobleme zu erkennen und durch geeignete Maßnahmen abzubauen.


  13. Fachübergreifende Methodenpflege
    (gewähltes Schwerpunktthema: Referate)
    1. Grundsätze
      • Das Referat ist die primär mündliche Form der Informationsvermittlung.
      • Das Referat ist das Produkt einer eigenständigen Vorarbeit des Schülers.
      • Referate können in allen Jahrgangsstufen (5–13) einen sinnvollen Platz haben, ohne dass immer alle Schüler(innen) referieren müssen. Allerdings sollten Referate öffentlich reflektiert werden, sodass alle davon profitieren.
      • Referate sollen nicht aus Gefälligkeit zur Notenverbesserung vergeben werden (gerade auch im Blick auf Folgereferate und die damit verbundenen Erwartungshaltungen der Schüler).
      • Bewertungskriterien für Inhalt und Präsentation sollen vor dem Referat bekannt gegeben bzw. erarbeitet werden.
      • Die Schüler sollten eine transparente schriftliche Bewertung erhalten (vgl. Muster).
      • Es soll sichergestellt werden, dass das Referat allen etwas bringt (Ergebnisfixierung als Teilanspruch des Referats).
      • Falls Präsentationen oder Folien verwendet werden, muss erarbeitet werden, wie diese zu gestalten sind, damit sie sinnvollen Einsatz finden: Schriftgröße, Schriftart, Strukturmerkmale, Textmenge, Farben, etc.
      • In zunehmendem Maße muss die Art und Weise der Informationsbeschaffung, -bewertung und -verarbeitung thematisiert werden. Quellen- bzw. Literaturangaben nicht vergessen!
      • Das richtige Zitieren (und das Zitieren überhaupt) muss immer wieder eingeübt werden.
      • Bei der Vergabe von Referaten kann man durch die Formulierung des Themas oder die Inbezugsetzung des Themas zu bestimmten Materialien sicherstellen, dass eigenständig gearbeitet und ausgewertet wird.


    2. Bewertungsraster für Referate
    3. Beispiel:

      Mögliches Bewertungsraster für ein Gruppenreferat in Religion (ähnlich übertragbar auf andere Fächer). Hier kann innerhalb eines Gruppenreferates für Teilbereiche differenziert bepunktet werden (z. B. im Bereich „Vortrag“, in anderen Teilen kann gleich bepunktet werden (z. B. beim gemeinsam erstellten Plakat):

      Klasse 9 b/c, Religion, Gruppenreferate zur Kirchengeschichte

      Persönlicher Bewertungsbogen für

      (Bitte aufbewahren und am Tag des Referates wieder abgeben!)
      ASPEKTE DER BEWERTUNGPunkte
      maximalerreicht
      Vortrag: richtig, ausführlich, interessant, erarbeitetes Wissen wird deutlich, d. h. gutes Fachwissen vorhanden

      Vortrag: gut gegliedert, sinnvolle Schwerpunkte, Einbeziehung der Mitschüler, sichere Reaktion auf Nachfragen

      Vortrag: frei (mit Konzept), deutlich, sprachlich sicher, gutes Ausdrucksvermögen insgesamt

      Plakat: ästhetisch, informativ, einfallsreich, plakat-wirksam, verschiedene Informationsebenen berücksichtigt

      Thesenpapier: gut strukturiert (gegliedert), informativ, als Lerngrundlage für die Mitschüler geeignet

      Erreichte Gesamtpunktzahl von

      30–27 = 1, 26–23 = 2, 22–19 = 3, 18–13 = 4, 12–7 = 5, 6–0 = 6

      Note


  14. Bildende Kunst
  15. Den Schülern wird im künstlerischen Bereich, speziell im Fach Bildende Kunst, von den traditionellen Ausdrucksformen (z. B. Zeichnen, Grafik/Druck, Schrift, Malerei, Plastisches Gestalten, Collage und Montage, Spieltheater …) bis zu den modernen zeitgemäßen Kunstformen (Foto, Graffiti, Aktionskunst …) ein breites Spektrum an Gestaltungsmöglichkeiten geboten. Es werden die Möglichkeiten der verschiedensten Arbeitsformen von Einzel- über Partner- bis zu Gruppenarbeit genutzt, um die Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit in allen Altersstufen zu stärken. Die Kooperation mit anderen Fachbereichen wie z. B. Musik, Deutsch, Naturwissenschaften etc. wird in Projekten verwirklicht.
    Die Schule präsentiert in angemessener und hochwertiger Form gestalterische Schülerarbeiten im Schulgebäude (Bilderrahmen und Vitrinen, Stellwände). Dies geschieht durch regelmäßig wechselnde Ausstellungen der Unterrichtsergebnisse.
    Schüler werden dazu angehalten und darin gefordert aktiv an Gestaltungsfragen der Schule mitzuarbeiten (z. B. Beschilderung Bibliothek/Raumschilder u. Ä., Schulplakate, Wandbildgestaltungen …), um ihr Umfeld als gestaltbar zu bewahren und um Verantwortung für das Erscheinungsbild der Schule mit zu übernehmen.
    Zudem nimmt die Schule an gestalterischen Wettbewerben auf lokaler, regionaler und überregionaler Ebene Teil (z. B. Kunstpreis Scharfenberger des Schulamtes Landau, Wettbewerbe der Banken und Versicherungen, Ausschreibungen des Ministeriums für Unterricht und Kultur, Europäischer Wettbewerb …). Im Rahmen dieser außer­unterrichtlichen Anforderungen können und sollen sich Leistungskurse im Fach Bildende Kunst besonders hervortun.

    Die Schule repräsentiert sich nach außen durch ein einheitliches optisches Erscheinungsbild in Form eines auf allen Korrespondenzen, Formularen und öffentlichen Auftritten (z. B. OHG-Bus) zu verwendenden Schul-Logos, mit dem sich die Schulgemeinschaft identifizieren kann.


  16. Studienfahrten (Jahrgangsstufe 12) – sonstige Veranstaltungen
  17. Als Ziele dieser Fahrten sind anzustreben:

    • eine Vertiefung fachlicher Unterrichtsinhalte
    • das Erproben unterschiedlicher Arbeitsmethoden
    • das Kennenlernen neuer Lebens- und Kulturräume
    • das Entwickeln organisatorischer Fähigkeiten
    • die Verbesserung der sozialen Kompetenz

    Der Verlauf ist wie folgt vorgesehen:

    1. Phase
    Ende der Jahrgangsstufe 11 werden Fahrten der Leistungskurse (z. B. Tarne-Fahrt (Sport-LK), meeresbiologische Exkursion (Bio-LK)) geplant. Bei zu geringer Anzahl werden Fahrten aus dem Standardprogramm (Berlin, Rom, Ökosystem Wattenmeer …) kursübergreifend angeboten.

    2. Phase
    Für jede Fahrt wird eine Gesamtkonzeption erstellt und die Schulgemeinschaft informiert. Ziel und organisatorische Details (Unterkunft, Anreise, Verpflegung etc.) werden festgelegt. Teilbereiche der inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitung werden abgegrenzt und SchülerInnen übertragen.

    3. Phase
    Durchführung der Studienfahrt

    4. Phase
    Erstellen einer Dokumentation (Ergebnisse, Berichte, Kritik)


    Neben den Studienfahrten sind „sonstige Veranstaltungen“ möglich. Bei deren Durchführung sollten folgende Punkte beachtet werden:

    • „Sonstige Veranstaltungen“ sollten in der Regel aus dem Unterricht erwachsen.
    • Theaterbesuche sollen in der MSS abends stattfinden. Dieser „Unterricht zu einem anderen Zeitpunkt“ erlaubt einen Ausgleich zur Entlastung an einem Vormittag.
    • Wandertage können/sollen zu Exkursionen herangezogen werden.

    Folgende Veranstaltungen sind konkret in den Terminplan einzuarbeiten:

    • Im September findet eine LK-Bio-Exkursion der Jahrgangsstufe 13 statt
    • Für die Schüler(innen) der Leistungskurse Deutsch findet eine Exkursion nach Weimar statt.
    • Eine 5-tägige Snowboard-Exkursion für den Sport-LK 11 findet im Januar im Landesleitungszentrum (Herzogenhorn) statt.

    Alle Exkursionsgruppen haben frühzeitig (mindestens vier Wochen vorher) die Termine mitzuteilen, um Kollisionen zu vermeiden.


  18. Eifel-Exkursion
  19. Die Leistungskurse Biologie der Jahrgangsstufe 13 führen nach Beschluss der Fachkonferenz Biologie als Pflichtveranstaltung eine ökologisch-limnologische Exkursion in die Eifel durch. Auf dieser Veranstaltung sollen sich die Schüler nach einem intensiven Studium der Theorie in der Praxis bewähren.

    Durch Exkursionen und Freilandpraktika soll den Schülern mit der originalen Begegnung mit einem realen Ökosystem fundiertes Umweltwissen und Einsicht in ökologische Strukturen vermittelt werden.

    Auf der Eifelexkursion führen die Schüler eine vollständige ökologisch-limnologische Untersuchung des Meerfelder Maares sowie des Windsbornkratersees, des einzigen Kratersees nördlich der Alpen, durch. Für die Untersuchungen können die Geräte und das Labor der Biologisch-ökologischen Station Bettenfeld der Universität Koblenz-Landau genutzt werden. Die Leitung und ihr Mitarbeiter stehen dankenswerterweise jederzeit auch mit Rat und Tat den Schülern zu Seite.

    Die Untersuchungen decken ein weites Spektrum an Fragestellungen und Methoden ab. Es werden biologische Untersuchungen des jeweiligen Artenspektrums (Wasserorganismen, Plankton, Vegetation) durchgeführt, die Vegetations-Zonierung dargestellt und die aufgefundenen Arten bestimmt, bewertet und teilweise mit sehr großem künstlerischem Können skizziert. Physikalische und chemische Messungen von Leitfähigkeit, des pH-Wertes, des Sauerstoffgehaltes, der Temperatur, der Sichttiefe und der Mineralstoffe bilden die Grundlage für die Beurteilung der abiotischen Lebensbedingungen in den unterschiedlichen Tiefenzonen. Die einzelnen Gruppen müssen dann ihre Ergebnisse ausarbeiten, mit der Literatur und Ergebnissen früherer Untersuchungen vergleichen und anschließend den anderen Gruppen präsentieren. Aus den Einzelprotokollen der verschiedenen Gruppen wird anschließend ein Gesamtbericht erstellt, den jeder Teilnehmer als Arbeitsmaterial zur Nachbereitung bzw. Erinnerung erhält.
    Neben den fach- und sachorientierten Aspekten bietet die Exkursion bedingt durch die Selbstversorgung in der Unterkunft auch die Möglichkeit, die sozialen und hauswirtschaftlichen Kompetenzen zu schulen.


  20. Auslandskontakte
  21. Auslandskontakte stellen einen weiteren wichtigen Baustein im Profil des Otto-Hahn­-Gymnasiums dar. Sie dienen nicht nur dem Erwerb oder Festigung der Fremdsprachen, sondern fördern in gleicher Weise das Kennenlernen anderer Kulturen, die Toleranz gegenüber dem Anderssein und das Wissen um die Andersartigkeit der historischen und sozialen Entwicklungen in anderen Ländern. Deshalb sind die Austausche teilweise in Projekte gebunden.

    Zur Zeit finden folgende Austausche statt:

    • Frankreich/Tours (10. Klasse)
    • Frankreich/Metz (8. Klasse)
    • Polen/Kędzierzyn-Koźle
    • Kroatien/Zagreb


  22. Spielhof
  23. Im Spielhof können Schülerinnen und Schüler der Klassen 5–7 bewegte Schule aktiv erleben. Das 2013 durch Sponsoren finanzierte Kunstrasenfeld begeistert alle Ballspieler.
    Die überdachte Boulderwand ermöglicht unterschiedliche Kletterrouten zu bewältigen.
    Das Basketballfeld und die Tischtennisplatten werden intensiv genutzt.


  24. Verkehrserziehung
  25. Noch nie war die Mobilität der Menschen so groß wie heute. Deshalb muss die Mobilitäts- und Sicherheitserziehung für unsere SchülerInnen unbedingt Programm in der Schule sein. Da wir bei allen Projekten und Aktionen mit außerschulischen Institutionen zusammenarbeiten müssen, öffnet sich unsere Schule auch in dieser Richtung und verbessert das Qualitätsprogramm maßgeblich, zumal alle Altersstufen mit altersspezifischen Problemen in diesem Bereich konfrontiert werden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Anliegen der Verkehrserziehung fächerübergreifend in den normalen Unterricht mit einbezogen werden. Da in den meisten Projekten Theorie und Praxis eng miteinander verbunden sind, ist auch in der Unterrichtsmethodik eine qualitative Verbesserung gewährleistet.


    Einige Beispiele von Projekten und Aktionen, die in unserer Schule durchgeführt werden:

    ThemaJahrgangsstufenaußerschulische Partner
    SchulwegaktionenDer neue Schulweg5. KlassenPolizei
    BusschuleVRN (Verkehrsverbund)
    Achtung AutoADAC, Opel/Michelin
    RadfahrenMit Sicherheit ans Ziel
    Sicherheitstraining mit dem Fahrrad
    5.–7. KlasseADAC/Deutsche Post AG
    AutoFahrsicherheitstraining12./13. KlasseADAC


  26. OHG-Forum
  27. Ein wichtiger Aspekt in dem Schulqualitätsprogramm ist die Forderung nach Zusammenarbeit von Schule und universitären Einrichtungen.

    Das Projekt OHG-Forum stellt

    1. diese Zusammenarbeit her und kann darüber hinaus

    2. andere Forderungen, welche die Öffentlichkeit an eine moderne Schule stellt, erfüllen: gezielte Öffentlichkeitsarbeit und den wissenschaftlichen Anspruch.

    3. Mit seiner halbjährlichen Vortragsreihe stellt das OHG-Forum den Kontakt zur Universität her, da Experten aus Wissenschaft und Politik aktuelle Themen aus Politik, Kultur, Gesellschaft und Naturwissenschaft vorstellen und mit dem Publikum diskutieren.

    4. Vor allem durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit werden Zuhörer für die Vorträge gewonnen. Die Präsenz des OHG in den Medien stärkt das Schulprofil und lässt die Schule an Attraktivität gewinnen. Der hohe Stil der Vorträge, die den Zuhörern gleichwohl in verständlicher und erzählerischer Form dargeboten werden, formt den wissenschaftlichen Anspruch, den die Schule auch haben will und stärkt die Schule in ihrem Bemühen, eine Vorbereitungsstätte zur universitären Ausbildung zu sein.


    Gezielte Öffentlichkeitsarbeit und wissenschaftliches Forum – beide Faktoren fördern die Qualität unserer Schule und erhöhen ihre Anziehungskraft. Die geschickte, gegenseitige Abstimmung dieser Faktoren ergänzen und stärken langfristig die Basis für ein sinnvolles Qualitätsprogramm an unserer Schule.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 17. Juni 2016 um 08:04 Uhr
 

Datenschutzerklärung -  Haftungsbeschränkung -  Impressum